Noah von Sebastian Fitzek

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Titel: Noah

Autor: Sebastian Fitzek

Genre: Thriller

Verlag: Bastei Lübbe

Format: Taschenbuch

Preis: 9,99€ [D]

Seiten: 558

 

Klappentext

Zur Geburt Jesu Christi lebten 300 Millionen Menschen auf unserem Planeten. Heute sind es sieben Milliarden. Wie viel ist zu viel?

Sie wissen nicht, wer Sie sind. Sie wissen nicht, was Sie in der Stadt wollen, in der Sie sich gerade befinden. Sie wissen nicht, warum Sie auf der Straße leben. Sie wissen nicht, warum in Ihrer Schulter eine frische Schusswunde verheilt.

Sie wissen nur: Jemand wollte sie töten.

Und sie wissen auch: Er wird es wieder versuchen. Weil Sie ein Geheimnis in sich tragen, von dem das Schicksal der gesamten Welt abhängt. Werden Sie sich erinnern, bevor es zu spät ist?

 

Das Cover, mit der im dunkeln leuchtenden Hand drauf, ist echt cool. Trotzdem finde ich es etwas irreführend, weil es den Anschein erweckt, das Buch könnte gruselig sein, was es nicht ist.

Fitzek hat einen guten, detaillierten Schreibstil. Für meinen Geschmack war er leider etwas zu detailliert und vor allem die ständigen Perspektiv- und Ortswechsel haben mich immer wieder aus dem Lesefluss gebracht. Ich wüsste aber auch nicht, wie man das bei so einer Geschichte besser machen könnte.

Die Charaktere haben mir gut gefallen. Noah, der immer instinktiv richtig von falsch unterscheiden konnte und Oscar, der Obdachlose mit dem großen Herzen. ❤ Was ich auch sehr gut fand war, dass die schwangere Celine mit in der Gruppe war. Trotz ihrer Schwangerschaft stellte sie sich als tough heraus und hielt bis zum Schluss durch. Die Personen waren gut ausgearbeitet und die Kinder in Manila, die eigentlich nichts Kindliches mehr an sich hatten wurden auch sehr lebhaft dargestellt.

Ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch für Krimi- und Thrillerliebhaber spannend sein kann, wobei ich nicht finde, dass es sich hierbei um einen klassischen Thriller handelt. Für mich war es wirklich eine Qual dieses Buch zu lesen. Ich habe es im letzten Sommer begonnen und erst vor kurzem (!) beendet, weil es mich in so eine Leseflaute gebracht hat, dass ich lieber erstmal was anderes gelesen habe. Meine Mama fand es richtig toll und spannend, also hat sie es mir damals empfohlen, obwohl ich schon gesagt habe, dass das wahrscheinlich nicht mein Fall sein wird. 😀 Das Buch behandelt auf jeden Fall ein spannendes Thema, aber mir war es zu trocken und faktenreich.

Wie gesagt die Idee fand ich nicht schlecht und auch die Umsetzung war eigentlich gut gelöst, aber eben nicht mein Fall. Der Plot war schockierend und ich finde das Buch kann einem echt die Augen öffnen für einige Misstände auf der Welt, die es ja wirklich existieren.

Die verschiedenen Orte, an denen die Geschichte spielt machten sie lebendig, aber wie schon gesagt, brachten mich die Ortswechsel öfter mal aus dem Lesefluss. Mit dem Wechsel zwischen Berlin, Amerika, Italien, Philippinen etc. war die Geschichte sehr kontrastreich und Extreme prallten aufeinander.

Das Glaubwürdige an der Geschichte waren vor allem die wahren Fakten, die in die Story miteingewoben wurden und die Zustände auf der Welt, vor denen man als behütet lebender Mensch in Deutschland gerne mal die Augen zumacht. Ich denke der Autor wollte genau das mit diesem Thriller erreichen und den Menschen ein wenig die Augen aufmachen. Dennoch war mir die Geschichte einfach zu verschwörungstheoretisch. Ich mag diese Weltanschauung überhaupt nicht, in der man alles Negative sieht und sich darauf konzentriert das Negative einzudämmen, statt das Positive auszubreiten (so wie ich es machen würde, um die Welt ein Stückchen besser zu machen). Noah findet zwar das Projekt zu radikal, aber eine wirkliche Alternative kristallisiert sich nicht heraus. Was bringt einem das Wahrnehmen der aktuellen Situation, wenn man keinen Lösungsvorschlag anstrebt. Es gab also keine wirkliche Opposition zum Ganzen. Fitzek sagt noch ein paar Sachen in seinem Nachwort und distanziert sich unter anderem von manchen Elemtenten seiner Story, die rein fiktiv sind. Dann erwähnt er noch wie er selbst lebt, um möglichst wenig Schaden anzurichten, aber dass er bei weitem nicht perfekt ist und das ihm dieses bewusste Leben auch nur möglich ist, weil er die Mittel dafür hat.

Das Ende hat das Buch für mich wieder etwas aufgewertet. Es war schön abgerundet, mit dem erwähnten Nachwort von Fitzek über die aktuelle Lage, Nachhaltigkeit usw. Alles in allem, kann ich mir vorstellen, dass das Buch Liebhabern von Fitzek und vielleicht Dan Brown (ich hörte, der habe so etwas Ähnliches geschrieben) gefallen kann. Mein Fall war es definitiv nicht, daher auch die schlechte Bewertung.

Bewertung: 2, 5 Sterne

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