Together Forever – Unendliche Liebe von Monica Murphy

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Deutscher Titel: Together Forever – Unendliche Liebe

Originaltitel: Four Years Later

Autorin: Monica Murphy

Genre: New Adult/ Contemporary Romance

Verlag: Heyne

Format: Taschenbuch

Preis: 8,99€ [D]

Seiten: 400

 

Klappentext

Vorbei.

So ungefähr lässt sich mein Leben in einem Wort zusammenfassen. Ich wurde aus meinem Footballteam am College geworfen und bin wegen meiner miesen Noten gezwungen, weniger in der Bar zu arbeiten. Aber ich kann nicht immer meine Schwester Fable um Hilfe bitten. Ich finde mich nicht zurecht im Leben. Gras und Sex sind einfach zu verlockend. Eine Lernpartnerin hatte mir gerade gefehlt – aber dann hab ich sie zum ersten Mal gesehen.

Chelsea ist überhaupt nicht mein Typ. Ziemlich sicher ist sie noch Jungfrau. Aber ihre Art zu denken und ihr Hunger nach Liebe machen sie für mich begehrenswerter als jedes andere Mädchen. Aber was kann eine, die alles so gut auf die Reihe kriegt wie sie, schon von einem kaputten Typen wie mir wollen?

 

Das Cover passt perfekt zur Geschichte mit dem warmen Orange und dem Pärchen drauf. ❤ Außerdem finde ich es schön, dass die deutschen Cover eher romantisch gehalten wurden, nicht wie einige der englischen, wobei dieses Cover im Original auch schön ist.

Der Schreibstil hat mir auch, wie immer, gut gefallen und diesmal ist die Sprache – ZUM GLÜCK – nicht so vulgär wie beim dritten Band! 😀 Die Geschichte brauchte, wie beim dritten Band, wieder etwas um in Gang zu kommen, aber ab ungefähr der Mitte des Buches wird das Tempo der Geschichte irgendwie immer schneller und das hat mir sehr gut gefallen.

Wie gesagt, es dauert wieder etwas bis die Geschichte in Fahrt kommt. Ansonsten handelt es sich um eine süße Geschichte, die ich spannend fand, einfach weil ich zwischenmenschliche Beziehung immer spannend finde.

Die Protagonisten sind Owen, Fables kleiner Bruder, den man auch aus den vorherigen Büchern kennt und Chelsea seine Nachhilfelehrerin am College. Andere wichtige Charaktere sind, unter anderem, Wade, Owens bester Freund, Fable und Drew sind wieder mit dabei, Fables und Owens Mutter taucht wieder auf.

Es ist eine gute Idee die Leser, die den Charakter Owen ja schon als Kind erleben durften, nun, wo er ein junger Erwachsener ist, in seinen Kopf schauen zu lassen. Die vorherigen Geschehnisse aus den anderen drei Büchern haben Owen geprägt und jetzt ist er, ohne Fable und Drew, auf sich gestellt. Man lernt mit welchen Dingen er zu kämpfen hat und erlebt seine Stärken und Schwächen. Meiner Meinung nach war es ein perfekter Abschluss für diese Reihe Owen zum Protagonisten des letzten Buches zu machen.

Chelsea ist das totale Gegenstück zu Owen. Sie ist eine Streberin und immer darauf bedacht das Richtige und Vernünftige zu tun. Mit Owen an ihrer Seite ist sie zum ersten Mal in ihrem Leben unvernünftig und es ist total elektrisierend ihre Erfahrungen mit zu erleben. 😉 Außerdem konnte ich mich meistens total gut in sie hineinversetzen. Das Tollste an ihr war, dass sie sich im Endeffekt als richtig zäh erwiesen hat, was ich am Anfang gar nicht von ihr gedacht hatte!

Ich erwähne absichtlich Wade und werde nicht weiter auf Des eingehen, weil ich finde Des ist der „böse“ Freund von Owen und Wade, der am Ende auch so gut wie verschwindet. Er ist nur die Quelle für das Gras, das Owen, Wade und Owens Mutter rauchen. Wade hingegen ist am Anfang einfach Owens Freund, der schon immer sein Freund war, auch die Schulzeit hindurch und mit ihm zusammen Scheiße gebaut hatte. Innerhalb der Geschichte macht er aber auch eine Entwicklung durch, genau am Ende, wenn Owen ihn am meisten braucht wächst er über sich hinaus und stellt das Kiffen und die One-Night-Stands erst mal in den Hintergrund, um für seinen besten Freund da zu sein und ihn wieder auf die richtige Bahn zu lenken. Darum finde ich Wade sehr wertvoll und wichtig für die Geschichte. Er ist eine Art Bruder für Owen, vor allem auch, weil seine Mutter sich damals oft um Owen gekümmert hat, als seine eigene ihn nicht beachtet hat …

Fable und Drew, die Protagonisten aus dem ersten und zweiten Teil, sind in diesem letzten Buch wieder wichtige Nebencharaktere. Sie haben eine gewisse Vorbildfunktion inne, Fable hat ja ihr Kind und ist am Ende wieder schwanger und Drew hat richtig Karriere gemacht und könnte Owen mit viel Geld aushelfen, was er aber nicht annehmen wollen würde. Trotzdem geben die beiden Owen sehr viel Halt und sind seine Familie.

Fables und Owens Mutter ist in der Geschichte wieder aufgetaucht und sorgt für Ärger. Sie fragt Owen regelmäßig nach Gras und Geld und will das Gras mit ihm zusammen rauchen. Sie ist Owens größter Schwachpunkt und die Beziehung zu ihr zerstört ihn mehr als ihm irgendetwas Gutes zu geben. Mit ihrer Bitterkeit und ihrem Hass wirft sie einen Schatten auf das Leben ihres Sohnes, der ihr nichts bedeutet.

Die Geschichte ist ein schöner Abschluss der Reihe, vor allem mit Owen als Protagonisten hat man am Ende das Gefühl einen runden Abschluss bekommen zu haben. Außerdem finde ich es schön, dass das Poblem mit der Mutter von Owen und Fable in diesem letzten Teil ein Ende findet, auch wenn es kein Schönes ist, aber zumindest löst es sich dadurch auf. Ich mag den Plot mit Chelsea und Owen und mir gefällt auch, dass dieser Teil nicht ausschließlich von den Sexszenen bestimmt wird.

Kommen wir zur Glaubwürdigkeit der Geschichte und ich glaube hier habe ich meine meiste Kritik. Ich habe unglaubliche Probleme damit mir Eltern vorzustellen, die so überhaupt keine Gefühle mehr für ihre Kinder übrig haben. Sei es Owens Mutter oder Chelseas Eltern, selbst ein Junkie, der an nichts als an seine Droge denkt und sein Kind schlecht behandelt oder sich nicht um dieses kümmern kann, muss es doch trotzdem tief in seinem Herzen lieben. Ich hatte aber nie mit jemandem zu tun, der so abhängig von Drogen oder vom Ehepartner war, dass das über alles ging, sogar übers Kind, also vielleicht ist das im Rahmen des Möglichen und trotzdem finde ich diese Charaktere im Buch etwas zu einseitig. Vor allem Chelseas Mutter. Am Anfang dachte man sie hat nichts außer ihrer Tochter und dass die beiden ein gutes Verhältnis hätten und dann kommt ihr Vater wieder ins Bild und sie ist KOMPLETT abgeschrieben. Es fällt mir einfach schwer das nachzuvollziehen. Hinzu kommt, dass es etwas too much war, dass Chelseas Freundin genau dann krank wurde und von ihren Eltern wieder nach Hause geholt wurde, als Chelsea sie am meisten gebraucht hätte. Aber das war wahrscheinlich so gewollt, damit Chelsea weak ist und Owen leichter vergibt, denn auch das hat mich ein bisschen gewundert. Ein Mädchen, das sich immer darüber aufregt, wie schnell die Mutter dem Vater für seine Taten vergibt, ist bereit ihrem Freund so schnell zu vergeben? Aber an der Stelle war man schon ziemlich weit in der Story fortgeschritten und ich verstehe, dass das dann schnell geklärt werden musste, um zum Ende zu kommen.

Ich bin froh, dass es ein Happy End gab und fand das Ende sehr schön. Irgendwie hatte ich am Ende dieses Feeling was ich manchmal habe, wenn ich im Sommer mit meiner Familie im Garten sitze und wir grillen oder so.

Deswegen möchte ich mit diesem Buch ein neues Kriterium einführen: die Atmosphäre. Ich glaube die Szene, in der Owen und Chelsea sich vertragen habe war das, als ich dieses krasse Gefühl vom Osterfeuer hatte, wenn man draußen im Dunkeln steht und nur dieses Feuer vor sich hat. Dieses Gefühl von einer schönen Sommernacht am Waldrand. ❤

Bewertung: 4, 5 Sterne

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2 Gedanken zu “Together Forever – Unendliche Liebe von Monica Murphy

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