Montagsfrage vom 22.02.16

Buchfresserchen hat diesen Montag dazu aufgerufen sich eine eigene Montagsfrage auszudenken oder eine alte zu beantworten und ich habe mich zu letzterem entschieden.

41600-montagsfrage_banner

 

Wie kommst du mit Gewalt in Büchern zurecht? Magst du blutige Szenen oder lehnst du sie ab?

Gewalt und blutige Szenen gehen bei mir gar nicht. Da ich hochsensibel bin, reagiere ich extrem auf solche Szenen. Vor allem bei Filmen weiß ich, dass ich so etwas überhaupt nicht sehen kann. Ich schaue weg oder verstecke mich hinter einem Kissen. 😀 Bei Büchern kann ich noch nicht mal richtig sagen wie ich reagiere, denn ich greife erst gar nicht zu solchen Büchern, oder ich blende das einfach aus. Wenn es sich nur um ein paar Kampfszenen handelt, mir aber der Rest des Buches gefällt, lese ich diese Abschnitte zwar schon, aber ich freue mich, wenn sie vorbei sind und wieder Frieden herrscht. ❤ Gewalt und blutige Szenen lösen in mir Übelkeit und Unwohlsein aus und ich mag es nicht mir die Laune zu verderben.

Wie ist das bei euch? Steht ihr drauf oder könnt ihr es nicht ab, so wie ich?

Advertisements

[Aktion] Wölkchens Freitags Fragen #112

Bei Wölkchens Freitags Fragen, geht es darum jeden Freitag zwei Fragen zu beantworten. Die erste Frage hat etwas mit Büchern zu tun und die zweite ist eine private Frage. Ich fand die Idee toll und liebe solche Aktionen mittlerweile, deswegen habe ich beschlossen mitzumachen. ❤ Viel Spaß! 🙂

 

Bücher-Frage:

Bist du ein Coverkäufer?

Nicht wenn der zugehörige Klappentext mich nicht auch anspricht. Aber natürlich weckt ein schönes Cover das Interesse und sieht super im Regal aus. Also wohl ein wenig, vor allem bei mir noch unbekannten Büchern.

 

Private Frage:

Bist du sehr nachtragend? Was müsste passieren damit du mit einer Person nie wieder sprichst?

Überhaupt nicht. Aber wenn ich merke jemand tut mir nicht gut, habe ich auch kein Problem den Kontakt zu dieser Person abzubrechen. Das heißt nicht, dass ich der Person nicht vergebe. Ich vergebe ihr und versuche das Ganze loszulassen, damit ich dieses negative Gefühl nicht mit mir herumtragen muss. Bei Menschen, die ich liebe und bei denen ich ganz genau weiß, egal was passiert, da wird nie etwas zwischen uns kommen, bin ich noch weniger nachtragend. Meistens sind es Streitereien aufgrund von Missverständnissen, schlechter Laune oder anderer unwichtiger Auslöser und ich weiß dann ganz genau die Person kann keine böse Absicht gehabt haben. Ich bin in dem Moment immer sehr wütend und denke ich kann der Person nicht verzeihen. Dann schlafe ich, wache auf, alles ist vergessen und meine ganze Wut verraucht. Hahaha 🙂 ❤

Da müsste also schon sehr sehr viel passieren, damit ich nie wieder mit einer Person spreche. Die Freunde, die ich nicht mehr in meinem Leben habe, habe ich meist trotzdem als gute Menschen in Erinnerung, egal wie wir auseinander gegangen sind. Und wenn ich ihnen irgendwo über den Weg laufe, kann ich auch ganz normal grüßen. So etwas richtig Heftiges, bei dem ich denken würde, ich kann der Person nie wieder in die Augen sehen, ist mir zum Glück noch nicht passiert.

Montagsfrage #17

Heute beantworte ich die Montagsfrage von Buchfresserchen, bei der sie jeden Montag eine Frage auf ihrem Blog beantwortet, die man dann auf seinem beantworten kann.

41600-montagsfrage_banner

 

Wie kommst du mit einem offenen Ende oder einem Cliffhanger klar?

Sehr gut, würde ich behaupten. Offene Enden gefallen mir meist gut, vor allem, wenn sie zum Nachdenken anregen. Die Bücher bleiben dann eher in meinem Gedächtnis, als wenn am Ende alle Fragen geklärt sind und alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Außerdem finde ich offene Enden am realistischsten. Wer sagt mir denn wie lange zwei Menschen, die zueinander gefunden haben wirklich zusammenbleiben? Im echten Leben habe ich auch nicht ein großes Problem und nachdem ich das gelöst habe ist alles gut und meine Geschichte zu ende. Nein, es geht noch weiter. Klar, manchmal kann so ein offenes Ende frustrierend sein und den Leser unzufrieden zurücklassen, aber mal ehrlich? Wir haben doch auch unsere eigene Fantasie und können uns vielleicht unsere eigenen Gedanken dazu machen, was noch passieren könnte. 🙂 Und genau das gefällt mir am besten daran!

Cliffhanger am Ende eines Buches, das mehrere Bände hat, können auch sehr fies sein. Vor allem, wenn es noch dauert, bis der Folgeband erscheint. Doch auch hier bin ich eher ein Fan davon, selbst wenn ich kurz vorm Ausrasten bin. Das zeigt nämlich, dass mich die Geschichte so gepackt hat, dass ich wissen muss, wie es weitergeht. Ich denke für die meisten Menschen sind Cliffhanger erträglicher, weil sie sich im Laufe der Reihe wieder auflösen. Was ich nicht mag ist, wenn ein mega spektakulärer Cliffhanger ans Ende eines Buches gesetzt wird und die Lösung dessen im nächsten Teil mich überhaupt nicht befriedigen kann. Die Auflösung sollte gut durchdacht sein und ich finde es auch nicht schlecht, wenn nicht das Ewartete eintrifft, sondern der Leser total überrascht wird.

 

Flow Challenge #8

Ich mache heute mal wieder bei nanas Flow Challenge mit. Mir ist aufgefallen, dass ich die Ausgabe der Flow, aus der die Fragen sind, auch besitze und sogar schon welche in meinem Tagebuch beantwortet habe. 😀 Aber ein paar der Fragen auf meinem Blog zu beantworten schadet bestimmt nicht. 😉

 

Kannst du gut Geschichten erzählen?

Manchmal schon.

 

Wem gönnst du nur das Allerbeste?

Eigentlich allen, die es verdient haben.

 

Was hast du zu deinem eigenen Bedauern verpasst?

Nichts. Ich glaube nicht an Zufälle. Alles was geschehen ist, hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Wenn ich in der Vergangenheit mal etwas nicht getan habe, war ich wohl einfach nicht bereit dazu. Ich glaube daran, dass es nie zu spät ist etwas zu wagen!

 

In welcher Kleidung fühlst du dich am wohlsten?

In bequemen, aber dennoch alltagstauglichen Sachen.

 

Würdest du gerne zum anderen Geschlecht gehören?

Ich kenne die Hürden, die Frauen in unserer Gesellschaft manchmal gestellt werden sehr gut. GERADE DESHALB bin ich so unglaublich glücklich darüber eine Frau zu sein und zu beweisen, dass das kein Nachteil ist. Wir Frauen sind mindestens genauso ehrgeizig und schlau wie Männer,können genauso dominant sein, Biss und Durchsetzungsvermögen haben und tun und lassen was wir wollen, wenn wir es wirklich wollen. Tschakaa!

 

Wer nervt dich gelegentlich?

Mein Dad und sein Humor… 😀

 

Wie ist dein Gemütszustand üblicherweise?

Üblicherweise? Ich kenne keinen Gemütszustand, der sehr lange anhält. Himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt.

 

Arbeitest du gern im Team oder lieber allein?

Meistens lieber allein, aber es kommt auf das Team an. Wenn ich mich wirklich drauf einlasse kann ich auch teamfähig sein.

 

Denkst du intensiv genug über das Leben nach?

Eigentlich versuche ich nicht mehr so viel Zeit in meinem Kopf zu verbringen. Das kann sehr deprimierend sein. Ich will das Leben lieber sehen, riechen, fühlen, schmecken und aktiv daran teilhaben, als passiv darüber nachzudenken.

 

Bist du gern allein?

Ja, sehr gern. Manchmal vergesse ich sogar, dass ich ab und an mal Gesellschaft BRAUCHE und igle mich total ein. Ich lese und schreibe eben für mein Leben gern und dafür brauche ich jede Menge Ruhe. Also genieße ich die Ich-Zeit in vollen Zügen.

Schaut ihr Booktube-Videos?

Wie sieht es bei euch aus: Schaut ihr Booktube-Videos und, wenn ja, wer sind eure Lieblingsbooktuber?

Meine Leidenschaft für Bücher hat sich neu entfacht, nachdem ich englischsprachige Booktuber entdeckte und mir regelmäßig ihre Videos ansah. Später schaute ich auch immer mehr deutsche Booktuber an. Nach einiger Zeit wollte ich dann etwas Eigenes machen und erstellte mir einen Bookstagram-Account. Erst dann fand ich die vielen schönen Buchseiten auf Instagram und stieß nach und nach auch auf Blogs. Die meisten schienen die Plattform Blogspot zu nutzen, da ich aber schon ein paar WordPress-Kentnisse hatte, startete ich meinen Blog hier und entdeckte eine weitere Welt, die sich mit Büchern beschäftigt.

Ich bin sehr froh mich dem Thema Lesen auf diese Art und Weise wieder angenähert zu haben. Aber das Medium, das mich von Anfang an am meisten angesprochen hat, ist und bleibt Youtube. Also habe ich heute einen Entschluss gefasst und mein erstes eigenes Video hochgeladen. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr es euch anseht, aber erwartet bitte nicht zu viel. Die Qualität ist nicht besonders gut und ich glaube man hört meine Lüftung :D, da ich das Video mit der Webcam aufgenommen habe. Für mich ging es erstmal nur darum sich damit rauszutrauen und zu schauen, ob das überhaupt etwas für mich ist und darauf bin ich sehr stolz. Mein erstes Video findet ihr hier.

 

Hier findet ihr einige meiner Lieblingsbooktuber:

Mona

Agathe Knoblauch

OurBookPassion

bibliofee

BinesBücher

TheFallingAlice

Padi LoveBooks

Leseeule Theresa

Bücherwunder

Literaturlärm

winkybooks

Reading Teabag

BookTown

VersTand. Booktube

ChocolatPony

BuchGeschichten

 

Ich hoffe ich habe keinen Kanal vergessen, den ich regelmäßig schaue. Englischsprachige Booktuber gucke ich mir so gut wie gar nicht mehr an, deswegen nicht wundern, dass die alle deutschsprachig sind!

 

 

Rezension: Sternschnuppenschauer von Ann-Kathrin Wolf

14068101_1062240190526104_947064843333405679_n

Titel: Sternschnuppenschauer

Autorin: Ann-Kathrin Wolf

Genre: Jugendbuch

Verlag: Impress

Format: E-Book

Preis: 3,99€ [D]

Seiten: 300

 

Inhalt

**Im Sommer strahlen die Sterne am hellsten**

Cassie liebt die Sterne. Aber vor allem liebt sie es mit ihrem Vater in Sternschnuppennächten auf Wunschfang zu gehen. Bis er bei einem Autounfall ums Leben kommt und ihre Welt zusammenbricht. Dass sie daraufhin den Sommer ausgerechnet am Meer bei den Atkins verbringen soll, macht alles nur noch schlimmer. Denn dieser Ort hält zahlreiche schmerzhafte Erinnerungen für sie bereit. Sogar Logan, der süße Sohn der Atkins, ist keine große Hilfe. Mal ist er nett und einfühlsam, dann benimmt er sich wie der letzte Mistkerl. Kann er die Sterne für Cassie wieder erstrahlen lassen?

 

Vielen Dank erstmal, dass ich bei der Leserunde zu dem E-Book auf Lovelybooks mitmachen durfte. Ich habe mich sehr gefreut! 🙂

Das Cover hat mich direkt angesprochen, weil es eine locker leichte Lektüre versprach und ich große Lust darauf hatte etwas in die Richtung zu lesen. Ich wurde nicht enttäuscht, denn das Cover passt, meiner Meinung nach, ganz gut zu dem Buch.

Der Schreibstil konnte mich insofern überzeugen, als dass er flüssig war und ich ziemlich schnell in einen Lesefluss kam. Das Buch war leicht zu lesen und ich wollte stets wissen, wie es weitergeht. Ich fand die Geschichte spannend und die Charaktere sind mir schnell ans Herz gewachsen. Vor allem die Trauer der Protagonistin wurde sehr authentisch beschrieben.

Cassiopeia trauert. Sie hat ihren Vater bei einem Verkehrsunfall verloren und die Mutter ist keine große Hilfe, weil sie mit ihrem eigenen Schmerz zu kämpfen hat. Ich mochte Cassie und fand ihr Gefühlschaos realistisch dargestellt. Oft denkt sie, in einem Moment, sie kommt mit dem Verlust klar, doch im nächsten prasselt wieder die ganze Wucht ihrer Gefühle auf sie ein. Zudem fand ich es sehr schön eine Protagonistin zu haben, die sich für Physik interessiert und T-Shirts mit Albert-Einstein-Sprüchen trägt! 😉

Bei Logan wusste ich eigentlich von Anfang an, dass er auf Cassie steht. Doch hatte er mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen und hütete ein dunkles Geheimnis. Ihn mochte ich besonders, aber dass er, bei einem der Vorfälle im Buch, zuerst zu seinem Kumpel und nicht zu Cassie hielt, fand ich nicht glaubwürdig, weil ich eigentlich gedacht habe, er würde Cassie so gut kennen, dass er ihr nicht zutrauen würde, bei einem solchen Thema, zu lügen. Das hat nicht zu ihm gepasst. Außerdem hätte ich mir insgesamt etwas mehr Cassie-Logan-Zeit gewünscht.

Summer war Cassie eine gute Freundin. Sie war wie eine Schwester für sie und hat es geschafft sie durch die Sommer-Challenge aus ihrem Schneckenhaus zu locken. Ich mochte Summer besonders, weil sie eine positive Aura hatte.

Cassies Mutter war mir, ehrlich gesagt, zu schwammig. Sie war in Therapie, konnte also ihrer Tochter keine große Stütze sein und ist nicht mal zu ihrem Geburtstag erschienen. Trotzdem hat sie alles so eingefädelt, wie es sein sollte und es war schön, dass sie in ihrem Trauerprozess wenigstens das hinbekommen hat.

Die Idee mit der Liebesgeschichte zwischen Cassie und Logan, die sich noch aus Kindheitstagen kannten und dem Verlust des Vaters, der sie nach einem Sternenbild benannte, fand ich super. An einigen Stellen hatte ich aber das Gefühl, dass dringend ein Problem nötig gewesen ist und dieses erzwungen wurde, damit das Buch spannend blieb und seine Höhen und Tiefen hatte. Einige dieser Probleme fand ich überflüssig, andere hingegen hätten mehr ausgebaut werden können oder auf diese hätte näher eingegangen werden können. Die Motive mit den Sternen, Physik/ Albert Einstein und den Erdbeeren waren schöne Einfälle, die sich durch die ganze Geschichte zogen und in sich stimmig waren. Das mit dem Sternenbild Cassiopeia hat mir zwar gut gefallen, war mir aber beinahe too much für eine Vater-Tochter-Beziehung. Den Namen „Cassiopeia“ an sich fand ich aber schrecklich. Cassie ging noch, aber warum Summers und Logans Mum sie dann immer beim vollen Namen nennen musste, war mir ein Rätsel.

Der Touristenort am Strand war eine wunderschöne Kulisse und geeignet für die Geschichte. Die Wetterverhältnisse waren, denke ich, ähnlich wie an der Ostsee, wenn es überwiegend sonnige Tage gibt. Auf den Partys wurde, für meinen Geschmack, etwas zu viel Bier getrunken und besonders gestört hat mich, dass das als normal empfunden wurde, was einfach dazuzugehören schien. In unserer Gesellschaft ist das tatsächlich so, aber ich störe mich dennoch daran, wenn ich das in Büchern, in denen die Protagonisten um die 17 Jahre alt sind, lese.

Ein wenig mangelt es dem Buch an Glaubwürdigkeit, weil ich einiges etwas übertrieben fand und mir das so im echten Leben nicht vorstellen könnte.

Das Ende hat mir gut gefallen, obwohl es auch nah an der Kitschgrenze war, dabei mag ich Kitsch manchmal. Wie bereits erwähnt, hätte ich mir etwas mehr Cassie-Logan-Zeit gewünscht und dachte am Ende würde ich da noch mehr auf meine Kosten kommen.

 

Fazit

Sternschnuppenschauer war für mich eine gute, lockere Sommerlektüre mit Tiefgang. Beim Lesen kam eine wohlig warme Sommeratmosphäre auf und gleichzeitig wurde das Thema Verlust behandelt, was gut gelungen ist. Die Trauer der Protagonistin war authentisch beschrieben. Ich entdeckte ein paar Rechtschreibfehler, manchmal wies das E-Book beim Lesen kleinere Unstimmigkeiten auf und ich konnte manche aufkommenden Probleme nicht nachvollziehen. An anderer Stelle konnte ich, die schnelle Lösung von bestimmten Problemen nicht verstehen oder warum sich manches so in die Länge zog. Trotzdem war es ein gutes Buch, denn das Lesen hat mir Spaß gemacht und es war so spannend, dass ich immer weiterlesen musste, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der eine leichte Lektüre für zwischendurch sucht und ein wenig Sommerstimmung aufkommen lassen möchte, aber trotzdem nicht vor einem Thema wie dem Verlust eines geliebten Menschen scheut.

 

Bewertung: 3,5 Sterne

 

 

Rezension: Harry Potter und der Gefangene von Askaban von Joanne K. Rowling

13872950_1056256807791109_7056083114221881122_n

Deutscher Titel: Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Originaltitel: Harry Potter and the Prisoner of Azkaban

Autorin: Joanne K. Rowling

Genre: Jugendbuch/ Urban Fantasy

Verlag: Carlsen

Format: Taschenbuch

Preis: 10,99€ [D]

Seiten: 480

 

Klappentext

Harry hob den Zauberstab. Die Zeit war gekommen. Dies war der Augenblick, Vater und Mutter zu rächen. Er würde Black töten. Er musste Black töten. Dies war seine Chance …

Natürlich weiß Harry, dass das Zaubern in den Ferien strengstens verboten ist, und trotzdem befördert er seine schreckliche Tante mit einem Schwebezauber an die Decke. Die Konsequenz ist normalerweise: Schulverweis! Nicht so bei Harry; im Gegenteil, man behandelt ihn wie in rohes Ei. Hat es etwa damit zu tun, dass ein gefürchteter Verbrecher in die Schule eingedrungen ist und es auf Harry abgesehen hat? Mit seinen Freunden Ron und Hermine versucht Harry ein Geflecht aus Verrat, Rache, Feigheit und Verleumdung aufzudröseln und stößt dabei auf Dinge, die ihn fast an seinem Verstand zweifeln lassen.

 

Das Cover ist eins meiner Lieblinge mit dem Hund und den hellen Farben.

Zu dem Schreibstil brauche ich wohl nicht mehr viel zu sagen. Der ist, wie immer, großartig! Ehrlich gesagt lese ich am liebsten Liebesgeschichten, und da unsere Protagonisten sich noch nicht so wirklich verliebt haben, fehlt mir das etwas. Ich langweile mich in der Mitte der Harry-Potter-Bücher darum immer ein wenig. Daher ist die Story für mich zeitweise langatmig und ich habe auch keine Probleme die Bücher aus der Hand zu legen. Außer am Ende, wenn die Geschichte so richtig an Fahrt gewinnt, dann kann selbst ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Enden sind bisher am spannendsten, ich bin total am mitfiebern und will wissen wie es ausgeht.

Kommen wir zu den neuen Charakteren, die in diesem Band auftauchen. Professor Lupin, der neue Lehrer in Verteidigung gegen die dunklen Künste, fand ich toll und tausend mal besser als Lockhart. Ich mag besonders, dass er auf den ersten Blick einen schäbigen Eindruck macht, weil er zerlumpte Klamotten trägt, aber sich dann herausstellt, dass er sein Fach beherrscht und gut unterrichtet. Außerdem habe ich eine Schwäche für … das Wesen, das er ist.

Sirius Black, Harrys Patenonkel, mag ich auch. Ich finde es toll, dass Harry doch noch eine Bezugsperson, außer die Dursleys, hat und außerdem mag ich die Geschenke, die er im Laufe des Buches macht. Zuerst bekommt Harry seins und ganz am Ende Ron, was ich voll lieb von Sirius fand.

Die wahre Identität von Krätze kommt in diesem Teil ans Tageslicht und ist alles andere als freundlich. Wer hätte das gedacht? 😀 Krummbein (Hermines Katze) wusste es von Anfang an besser.

Joanne K. Rowling gehen die Ideen im dritten Band nicht aus, im Gegenteil, sie hat wieder super Einfälle und flechtet diese perfekt in die Geschichte ein. Hermine schien so ein bisschen in die Pubertät zu kommen. Ich fand es toll, wie sie sich diesmal nichts gefallen lässt und ihre Prioritäten setzt. Die Hintergründe zur heulenden Hütte und Animagi fand ich spannend und in sich stimmig. Außerdem hat mir gefallen, dass Voldemort dieses Mal nicht auftaucht und keine große Rolle spielt.

Die Kulisse Hogsmeade hat mir auch gut gefallen. Ich würde gerne wissen wie Butterbier schmeckt 🙂 und konnte mir die Läden und Straßen gut vorstellen. Die Kammer des Schreckens hatte mich sehr bedrückt, weswegen mir dieser Teil besser gefällt als der Zweite. Selbst den verbotenen Wald habe ich diesmal nicht so bedrohlich empfunden. Nur die Dementoren haben mir Angst gemacht. 😦

Das Ende hat mal wieder alles rausgehauen und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Bisher liebe ich die „Reden“, die Dumbledore am Ende Harry hält, und die Weisheiten, die er mit ihm teilt. Als Dumbledore meinte, dass Harrys Dad in ihm weiterleben würde, hatte ich richtig Tränen in den Augen und nach dem Lesen des Buches hatte ich voll den Wow-Effekt.

 

Fazit

Harry Potter und der Gefangene von Askaban hat mir gut gefallen. Ich freue mich schon darauf, wenn die Protagonisten noch älter sind und sich das erste Mal verlieben, denn das darf bei mir in keiner Geschichte fehlen und macht die ersten Bücher für mich manchmal ein bisschen zäh. Die Atmosphäre in dem Buch hat mir besser gefallen als im Zweiten, in dem sie düsterer war. Die Ideen um Hogsmeade, Animagi, die heulende Hütte und den fahrenden Ritter fand ich wieder unglaublich kreativ und in sich stimmig. Was mir besonders gefallen hat, war, dass Hermine sich diesmal nichts gefallen ließ und langsam in die Pubertät zu kommen scheint. Das Ende war, wie immer, super und ich liebe die Weisheiten, die Dumbledore mit Harry teilt. Außerdem ist das ein Buch, das in mir am Ende diesen gewissen Wow-Effekt auslösen konnte, was nicht jedes Buch schafft.

Bewertung: 5 Sterne

 

Zitat

Glaubst du, die Toten, die wir liebten, verlassen uns je ganz? Glaubst du, es ist Zufall, dass wir uns in der größten Not am deutlichsten an sie erinnern? […] (Dumbledore)