Rezension: Harry Potter und der Gefangene von Askaban von Joanne K. Rowling

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Deutscher Titel: Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Originaltitel: Harry Potter and the Prisoner of Azkaban

Autorin: Joanne K. Rowling

Genre: Jugendbuch/ Urban Fantasy

Verlag: Carlsen

Format: Taschenbuch

Preis: 10,99€ [D]

Seiten: 480

 

Klappentext

Harry hob den Zauberstab. Die Zeit war gekommen. Dies war der Augenblick, Vater und Mutter zu rächen. Er würde Black töten. Er musste Black töten. Dies war seine Chance …

Natürlich weiß Harry, dass das Zaubern in den Ferien strengstens verboten ist, und trotzdem befördert er seine schreckliche Tante mit einem Schwebezauber an die Decke. Die Konsequenz ist normalerweise: Schulverweis! Nicht so bei Harry; im Gegenteil, man behandelt ihn wie in rohes Ei. Hat es etwa damit zu tun, dass ein gefürchteter Verbrecher in die Schule eingedrungen ist und es auf Harry abgesehen hat? Mit seinen Freunden Ron und Hermine versucht Harry ein Geflecht aus Verrat, Rache, Feigheit und Verleumdung aufzudröseln und stößt dabei auf Dinge, die ihn fast an seinem Verstand zweifeln lassen.

 

Das Cover ist eins meiner Lieblinge mit dem Hund und den hellen Farben.

Zu dem Schreibstil brauche ich wohl nicht mehr viel zu sagen. Der ist, wie immer, großartig! Ehrlich gesagt lese ich am liebsten Liebesgeschichten, und da unsere Protagonisten sich noch nicht so wirklich verliebt haben, fehlt mir das etwas. Ich langweile mich in der Mitte der Harry-Potter-Bücher darum immer ein wenig. Daher ist die Story für mich zeitweise langatmig und ich habe auch keine Probleme die Bücher aus der Hand zu legen. Außer am Ende, wenn die Geschichte so richtig an Fahrt gewinnt, dann kann selbst ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Enden sind bisher am spannendsten, ich bin total am mitfiebern und will wissen wie es ausgeht.

Kommen wir zu den neuen Charakteren, die in diesem Band auftauchen. Professor Lupin, der neue Lehrer in Verteidigung gegen die dunklen Künste, fand ich toll und tausend mal besser als Lockhart. Ich mag besonders, dass er auf den ersten Blick einen schäbigen Eindruck macht, weil er zerlumpte Klamotten trägt, aber sich dann herausstellt, dass er sein Fach beherrscht und gut unterrichtet. Außerdem habe ich eine Schwäche für … das Wesen, das er ist.

Sirius Black, Harrys Patenonkel, mag ich auch. Ich finde es toll, dass Harry doch noch eine Bezugsperson, außer die Dursleys, hat und außerdem mag ich die Geschenke, die er im Laufe des Buches macht. Zuerst bekommt Harry seins und ganz am Ende Ron, was ich voll lieb von Sirius fand.

Die wahre Identität von Krätze kommt in diesem Teil ans Tageslicht und ist alles andere als freundlich. Wer hätte das gedacht? 😀 Krummbein (Hermines Katze) wusste es von Anfang an besser.

Joanne K. Rowling gehen die Ideen im dritten Band nicht aus, im Gegenteil, sie hat wieder super Einfälle und flechtet diese perfekt in die Geschichte ein. Hermine schien so ein bisschen in die Pubertät zu kommen. Ich fand es toll, wie sie sich diesmal nichts gefallen lässt und ihre Prioritäten setzt. Die Hintergründe zur heulenden Hütte und Animagi fand ich spannend und in sich stimmig. Außerdem hat mir gefallen, dass Voldemort dieses Mal nicht auftaucht und keine große Rolle spielt.

Die Kulisse Hogsmeade hat mir auch gut gefallen. Ich würde gerne wissen wie Butterbier schmeckt 🙂 und konnte mir die Läden und Straßen gut vorstellen. Die Kammer des Schreckens hatte mich sehr bedrückt, weswegen mir dieser Teil besser gefällt als der Zweite. Selbst den verbotenen Wald habe ich diesmal nicht so bedrohlich empfunden. Nur die Dementoren haben mir Angst gemacht. 😦

Das Ende hat mal wieder alles rausgehauen und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Bisher liebe ich die „Reden“, die Dumbledore am Ende Harry hält, und die Weisheiten, die er mit ihm teilt. Als Dumbledore meinte, dass Harrys Dad in ihm weiterleben würde, hatte ich richtig Tränen in den Augen und nach dem Lesen des Buches hatte ich voll den Wow-Effekt.

 

Fazit

Harry Potter und der Gefangene von Askaban hat mir gut gefallen. Ich freue mich schon darauf, wenn die Protagonisten noch älter sind und sich das erste Mal verlieben, denn das darf bei mir in keiner Geschichte fehlen und macht die ersten Bücher für mich manchmal ein bisschen zäh. Die Atmosphäre in dem Buch hat mir besser gefallen als im Zweiten, in dem sie düsterer war. Die Ideen um Hogsmeade, Animagi, die heulende Hütte und den fahrenden Ritter fand ich wieder unglaublich kreativ und in sich stimmig. Was mir besonders gefallen hat, war, dass Hermine sich diesmal nichts gefallen ließ und langsam in die Pubertät zu kommen scheint. Das Ende war, wie immer, super und ich liebe die Weisheiten, die Dumbledore mit Harry teilt. Außerdem ist das ein Buch, das in mir am Ende diesen gewissen Wow-Effekt auslösen konnte, was nicht jedes Buch schafft.

Bewertung: 5 Sterne

 

Zitat

Glaubst du, die Toten, die wir liebten, verlassen uns je ganz? Glaubst du, es ist Zufall, dass wir uns in der größten Not am deutlichsten an sie erinnern? […] (Dumbledore)

 

 

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