Rezension: Harry Potter und der Feuerkelch von Joanne K. Rowling

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Deutscher Titel: Harry Potter und der Feuerkelch

Originaltitel: Harry Potter and the Goblet of Fire

Autorin: Joanne K. Rowling

Genre: Jugendbuch/ Urban Fantasy

Verlag: Carlsen

Preis: 11,99€ [D]

Seiten: 768

 

Klappentext

Dann erkannte er, dass es ein riesiger Totenkopf war, der, wie es schien, aus smaragdgrünen Sternen bestand. Und aus der Mundhöhle des Schädels quoll, wie eine Zunge, eine Schlange hervor.

Das vierte Schuljahr in Hogwarts beginnt für Harry. Doch davor steht noch ein sportliches Großereignis, das die scheußlichen Sommerferien vergessen lässt: die Quidditch-Weltmeisterschaft. Und ein weiterer Wettkampf wird die Schüler das ganze Schuljahr über beschäftigen: das Trimagische Turnier, in dem Harry eine Rolle übernimmt, die er sich im Traum nicht vorgestellt hätte. Natürlich steckt dahinter das Böse, das zurück an die Macht drängt: Lord Voldemort. Es wird eng für Harry, sehr eng. Doch auf seine Freunde und ihre Unterstützung kann Harry sich auch in verzweifelten Situationen verlassen.

 

Das Cover gefällt mir wieder gut, vor allem die Rottöne, der Drachen und der fliegende Harry. Außerdem erkennt man, dass Harry älter geworden ist.

Zu dem Schreibstil brauche ich wohl nicht viel zu sagen, der ist wie immer große Klasse! In der Mitte des Buches hat sich das Lesen bei mir mal wieder gezogen, wie so oft bisher bei Harry Potter. Irgendwann bin ich dann aber an eine Stelle gekommen, an der ich nicht mehr wusste, wie es weitergeht und von da an, wurde die Geschichte immer spannender. Jetzt bin ich so richtig im Lesefluss und dieser hält sich bis jetzt (habe mir gleich den nächsten Teil nach dem Buch geschnappt, weil ich alles was passiert ist so spannend fand).

Die Idee und Kulisse der Quidditch-Weltmeisterschaft und des Trimagischen Turniers fand ich ganz toll und wie immer super umgesetzt. Das Denkarium von Dumbledore hätte ich auch gern, ich versuche zwar meine festgefahrenen Gedanken durch Meditation los zulassen, aber so ginge es sicher schneller. 😉

Harry reift in diesem Buch noch mal auf eine andere Art und Weise heran. Er muss viel durchmachen und mit Ängsten klar kommen.

Ich fand es in diesem Band total lustig, wie eifersüchtig Ron auf Hermine und Krum war! 😀 Er nimmt Hermine das erste Mal als Mädchen wahr und fängt an besitzergreifend zu werden. Außerdem kann ich ihn verstehen, dass er zwischendurch genervt von Harry, und dem ganzen Rummel um ihn, war. Seine Eltern kümmern sich liebevoll um Harry, auch Hermine macht sich ständig Sorgen um ihn und Ron tritt dadurch oft in den Hintergrund und muss die zweite Geige spielen.

Ich fand es großartig, wie sich Hermine diesmal für die Rechte der Elfen einsetzte, obwohl sie von Ron und Harry dafür nur belächelt wird. An der Art und Weise wie Dumbledore mit Halbriesen, Professor Lupin, den Elfen und vielen anderen, die von einigen Zauberern und Hexen argwöhnisch betrachtet werden, umgeht, zeigt, dass er genau wie Hermine Toleranz gegenüber allen Wesen aufbringt. Hermine hat diesmal wieder oft bewiesen, wie intelligent sie ist. Sie hat sich nicht von der Hysterie der anderen Mädchen anstecken lassen und hängt auch immer noch lieber mit Harry und Ron ab. Sie zeigt diesmal allen, dass sie nicht nur intelligent ist, sondern sich auch ganz schön herausputzen kann, wenn sie möchte (, aber andere Dinge sind ihr einfach wichtiger als gutes Aussehen). Man merkt, dass sie sich von der Aufmerksamkeit, die Krum ihr geschenkt hat, geschmeichelt gefühlt hat, aber Harry und Ron sind ihr wichtiger. Außerdem glaube ich, dass sie Krum nicht für besonders schlau hält, aber einfach zu höflich ist, das anzusprechen beziehungsweise es vielleicht auch genießt, wenn Ron eifersüchtig ist. 🙂

Ich finde Dumbledore legt, in diesem Teil, etwas von seiner Unnahbarkeit aus den vorigen Teilen ab und der Leser bekommt einen tieferen Einblick in seinen Charakter. Er tut konsequent was er für richtig hält und lässt sich von niemandem beirren. Er sagt immer die Wahrheit, auch wenn sie grausam ist und Panik auslösen könnte, aber er scheint nichts von falschen Beschwichtigungen zu halten, weswegen er mir in diesem Teil noch mehr als sonst ans Herz gewachsen ist.

Cedric kann man gar nicht nicht mögen, weil er einfach nett, loyal und ehrenhaft ist, in allem was er tut. Deswegen hat er es auch das ein oder andere Mal geschafft Harry die „Show“ zu stehlen, ohne dabei gemein sein zu müssen.

Cho wirkt auch total nett und man weiß nicht so recht, ob sie Cedric oder Harry besser findet. Bisher mag ich sie auf jeden Fall total.

Ludo Bagman habe ich bis zuletzt immer verdächtigt hinter irgendwelchen bösen Plänen zu stecken, aber er ist wohl nicht intelligent genug, um irgendetwas auszuhecken.

Moody wurde mir schnell sympathisch. Ich war immer froh, wenn er in Harrys Nähe war und dachte dann sei er bestens beschützt. Ich mochte die Szenen mit ihm sehr. Umso geschockter war ich dann am Ende.

Snape liebe ich einfach! 😀 Er kann zwar voll die Nervensäge sein, aber ich habe das Gefühl innerhalb dieses Buches ist sein Programm „Harry ärgern“ immer weiter in den Hintergrund gerückt, da es nun darum geht zusammenzuhalten und er wahrscheinlich in Zukunft eine wichtigere Rolle haben wird, um die er sich kümmern muss.

Mr. Crouch wirkte, trotz seiner strengen Art, fast immer korrekt auf mich. Die Härte gegenüber seiner Familie hat ihn kurz unsympathisch wirken lassen, bis sich herausstellte, dass er seine Gründe gehabt hat.

Ich liebe übrigens die Randcharaktere bei Harry Potter, wie zum Beispiel Dobby und Winky, die Hauselfen. Ich fand es erschreckend, dass Winky Freiheit so verabscheit und der Familie, der sie gedient hatte, treu war, egal ob die Taten dieser gut oder schlecht waren.

Ich hasse Wurmschwanz. Harry hat ihn am Leben gelassen und was ist sein Dank dafür? Abscheulicher Typ.

Voldemort war natürlich genau so, wie man es von Voldemart erwartet hätte, kalt und grausam wie eh und je. Langsam glaube ich, dass diese Machtgeilheit bei ihm entstanden ist, weil er einfach so krasse Minderwertigkeitskomplexe hat und das damit zu überdecken versucht. Durch die Art und Weise wie er sein Leben geschildert hat, bin ich auf diese Vermutung gekommen.

Das Ende ist, mal wieder, bei mir eingeschlagen wie eine Bombe und trotz, dass ich kein Mensch bin, der die Harry Potter Bücher bisher schnell gelesen hat, bin ich nur so durch die letzten 200 bis 300 Seiten geflogen. Das Ende hat das Buch mal wieder zu einem fünf Sterne Buch gemacht. An einer Stelle musste ich wieder weinen, ich glaube es war als Harry ein schlechtes Gewissen wegen Cedric hatte. An der Stelle, hatte ich voll den Kloß im Hals. Ich bin kein Fan von Krieg oder Voldemort, aber auf den bevorstehenden Krieg in diesen Büchern fühle ich mich durch die Geschichte gut vorbereitet und verbunden mit den Charakteren. Ich freue mich richtig weiterzulesen, obwohl die Stimmung wahrscheinlich düster werden wird. Vielleicht ist etwas von Harrys Mut auf mich übergegangen.

 

Fazit

Durch Harry Potter und der Feuerkelch bin ich wirklich zum Fan geworden, was ich nicht gedacht hätte! Letztendlich habe ich mich vom Hype anstecken lassen. Ich bin jetzt an einem Punkt, an dem ich mich nicht mehr erinnere, wie die Geschichte weitergeht und meine Neugierde lässt mich endlos lesen. Es fängt immer relativ langweilig bei den Dursleys an und wird von Kapitel zu Kapitel spannender, bis man richtig in die Geschichte reingesogen wird und mit den Protagonisten mitfiebert. Einige Fragen in meinem Kopf sind offen geblieben, weswegen ich unbedingt weiterlesen muss. Nicht mal die über 1000 Seiten vom nächsten Teil können mich abschrecken, was ein Buch erstmal schaffen muss!

 

Bewertung: 5 Sterne

 

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