Gedankenkarussell 1: Liebe

Ich habe schon vorher den einen oder anderen Beitrag zu Themen geschrieben, die mir am Herzen liegen und die ich gerne auf diesem Blog besprechen möchte. Ich glaube, ich werde jetzt offiziell hier und auf YouTube ein Format ins Leben rufen, dass ich Gedankenkarussel nenne.

Heute soll es um Liebe gehen. Vielleicht fange ich mal bei der Frage an, was Liebe eigentlich ist und hier kann die Diskussion auch schon losgehen, denn ich glaube, dass sich diese Frage nicht beantworten lässt oder aber die Antworten sehr individuell ausfallen. Für mich ist Liebe Nähe, aber auch Freiheit, Vertrauen und Gewissheit, Stärke und Wärme, Verständnis und Geborgenheit und, und, und. Früher habe ich geglaubt zu wissen, was Liebe ist, aber, wenn ich das so mit meinem heutigen Verständnis vergleiche, muss ich wirklich sagen ich hatte KEINE AHNUNG. Und wahrscheinlich werde ich das Gleiche in zehn Jahren noch mal sagen.

Eine Zeit lang dachte ich, ich sei beziehungsunfähig. Ich hatte Angst vor Bindungen, weil ich der Meinung war, dass sie sich früher oder später wieder auflösen würden und ich daher keine Lust hatte Zeit oder Emotionen zu investieren. Mein Körper hatte einen richtigen Abwehrmechanismus entwickelt. Mein Kopf hat mir eine mögliche sich anbahnende Beziehung bisher immer kurz vorher schnell wieder ausgeredet und ich habe eine Art ‚Fluchtinstinkt‘ verspürt, der automatisch losging sobald ich dachte es könnte ernst werden. Das war aber nicht immer so. Zu einer Zeit vor den Ausreden meines Kopfes und dem Fluchtinstinkt habe ich mich einfach in Menschen ‚verliebt‘, von denen ich quasi wusste, dass sie nichts von mir wollen würden beziehungsweise ich keine Chance bei ihnen hätte. Erstens hatte ich diesen Glaubenssatz etabliert und zweitens, zu der Zeit, nicht viel Selbstbewusstsein. Da diese Zeit in meiner Jugend lag, ist das vielleicht für den ein oder anderen nachvollziehbar. Um zurück zum Punkt zu kommen, ich wusste nicht, dass ich fähig bin, zu lieben oder vielleicht habe ich nicht mehr an so etwas wie Liebe geglaubt. Mir hat immer eine wichtige Sache gefehlt, die es für eine Beziehung oder für Liebe gebraucht hätte (neben dem Selbstbewusstsein) und das war: die Bereitschaft sich zu öffnen.

An dieser Stelle möchte ich Albus Dumbledore zitieren: „[…] Viel mehr als unsere Fähigkeiten sind es unsere Entscheidungen, Harry, die zeigen, wer wir wirklich sind“… und was wir wirklich wollen. Nachdem ich es schaffte, mich zu entscheiden und mir bewusst vornahm mich zu öffnen, öffnete ich mich tatsächlich und erst dann konnte überhaupt Liebe entstehen und wachsen. Diesen Nährboden brauchte sie. Das kam nicht von heute auf morgen, aber irgendwann baute ich meine Mauern, die ich eisern um mich errichtet hatte, nach und nach, wieder ab und ließ es einfach zu. Ich wollte mich einmal wirklich auf eine Beziehung einlassen, mit allem, was ich hatte und nicht, aus Angst, immer einen Teil zurückhalten. Je mehr ich das schaffte desto mehr konnte ich lieben und desto größer wurde meine Liebe.

„Und was wenn doch alles den Bach runtergeht?“, fragt eine gemeine Stimme in meinem Kopf. Dann ist das eben so. Es ließe sich in dem Fall vielleicht nicht vermeiden, also warum sollte ich die Zeit, die ich hatte, nicht in vollen Zügen genießen? Jede Trennung tut weh. Keine Trennung ohne Tränen. Das ist die Natur der Sache. Aber dann kann ich wenigstens sagen, ich habe alles versucht und habe kein „Hätte ich mich doch nur mehr darauf eingelassen, vielleicht hätten wir dann eine reale Chance gehabt.“ in meinem Kopf herumspuken.

 

Ich fänd’s toll, wenn dieses Format so interaktiv wie möglich wird. Ihr könnt mir eure Gedanken zum Thema gerne mitteilen, mein Geschriebenes kommentieren oder eigene Erfahrungen teilen. Ich freue mich riesig auf den Austausch und vielen Dank für eure Aufmerksamkeit! 🙂 ❤

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s