Rezension: Weihnachten mit den Padderborns von Sandra Pulletz

Titel: Weihnachten mit den Padderborns

Autorin: Sandra Pulletz

Genre: Novelle

Verlag: kein Verlag (Self-Publishing)

Format: E-Book

Preis: 0,99€ [D]

Seiten: 90

Erscheinungsdatum: November 2016

 

Klappentext

Zu Weihnachten will die gesamte Familie Padderborn zusammenkommen. Nadine, die Planerin der Großfamilie, bereitet die Feier schon seit Monaten vor, denn sie soll etwas ganz Besonderes für alle werden. Ihre Schwester Bettina hingegen ist froh, sich nicht an den Vorbereitungen beteiligen zu müssen, denn Sohn Liam beansprucht schon ihre ganze Aufmerksamkeit und Mutters ständige Nörgelei ist auch nervenraubend genug. Als die drei Generationen schließlich zusammentreffen, geraten Nadines sorgfältige Pläne beinah allesamt ins Wanken und das perfekte Fest droht gründlich in die Hose zu gehen. Die festliche Stimmung scheint endgültig zu kippen, als Papa beim Baumaufstellen beinah ein Blutbad anrichtet und dann auch noch von Trennung die Rede ist … Am Ende liegt es ausgerechnet an Bettina, das Schlimmste zu verhindern – doch wird sie es schaffen und Familie Padderborns unvergessliches Weihnachtsfest retten?

 

Vielen lieben Dank erstmal an die Autorin Sandra Pulletz, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. 🙂 ❤

 

Meine Meinung

Der Titel verspricht genau das, was den Leser auch erwartet, eine gemütliche Weihnachtsgeschichte. Das schlichte weihnachtliche Cover mit den warmen Farben gefällt mir sehr gut und wirkt einladend.

Ich habe das Buch als E-Book gelesen, was ich als Format für eine 90-seitige Novelle empfehlen kann.

Der Schreibstil war in Ordnung und ich habe die Geschichte in einem Zug durchgelesen. Wobei ich sagen muss, ein paar Seiten mehr und einige weitere Hintergrundinformationen hätten nicht geschadet. Spannend war das Buch, auf seine Weise, für mich schon, da ich gerne weitergelesen habe und die ganzr Zeit wissen wollte, wie es ausgeht.

Die Novelle hat mich in eine weihnachtliche Stimmung versetzt und der Spannungsbogen war so aufgebaut, dass die Geschichte ihren Höhepunkt am Ende erreichte und abgeschlossen war.

Die Idee zum Buch fand ich schön und ganz gut umgesetzt. Die Geschichte hält was sie verspricht. Nach der Geschichte gibt es eine Anleitung für die erwähnten Weihnachtsrezepte zum Nachkochen, was, wie ich finde, ein schöner Zusatz ist.

Die Protagonistin Bettina lebt nicht mehr in dem Ort ihrer Kindheit, an dem ihre Schwester Nadine mit ihrer Familie und ihre Eltern wohnen. Sie lebt in einer Stadt etwas weiter weg und fährt zu Weihnachten zu ihrer Schwester, die das Fest organisiert. So richtig Lust scheint sie am Anfang nicht zu haben beziehungsweise froh zu sein, dass sie das Spektakel nicht organisieren muss. Sie hat einen Mann namens Martin und einen Sohn im Kleinkindalter, der Liam heißt.

Nadine will die perfekte Weihnachtsfeier herrichten und ist das Organisationstalent der Familie. Deswegen hat sie eigentlich das Ruder in die Hand genommen. Sie hat einen Mann, Stefan und eine 12-jährige Tochter namens Sarah.

Becca ist die dritte Schwester, von der man in der Geschichte nicht so viel mitbekommt. Sie ist die Lieblingstochter des Vaters.

Die Schwarzmänner (Maria und Arno) sind die Nachbarn der Eltern und waren immer gute Freunde von ihnen. Sie haben normalerweise mit der Familie zusammen Weihnachten gefeiert. Wegen eines Streites, mit den Eltern von Nadine und Bettina, werden sie das Jahr wahrscheinlich nicht mitfeiern.

Ernestine und Gustav sind die Eltern von Nadine, Bettina und Becca. Vor allem Mutter Ernestine nörgelt gerne herum und hat ein eher angespanntes Verhältnis zu Nadine. Nadine ist genervt von ihrer Mutter und nimmt sie ab und zu mal auf den Arm, was mich beim Lesen, an der ein oder anderen Stelle, zum Schmunzeln gebracht hat.

Bevor ihr die Novelle lest, empfehle ich euch meine Vorstellung der Charaktere durchzugehen, denn in der Geschichte werden manche Namen nur einmal erwähnt und die Personen nicht sehr ausführlich beschrieben oder eingeführt. Das kann ich auch irgendwie verstehen, weil es in einer Novelle mit nicht so vielen Seiten schwer ist, vor allem wenn es um ein Weihnachtsfest gehen soll, an dem viele Menschen teilnehmen, diese alle ausführlich vorzustellen. Vielleicht hätte man eine Seite mit einer Art Stammbaum einbauen können, damit man die Personen leichter zuordnen kann. Ich hätte mir trotzdem etwas mehr Ecken und Kanten einiger Persönlichkeiten gewünscht. Zum Beispiel fand ich Stefan und Martin quasi austauschbar. Auch das Aussehen wurde selten beschrieben und ich hatte kein Bild von den Charakteren im Kopf. Bei Liam hätte ich mir gewünscht zu wissen wie alt er genau ist. Mir hat es zudem etwas an Tiefe, vor allem Charaktertiefe, gefehlt.

Die Kulisse hat mir gut gefallen. Nadines Haus habe ich mir schön weihnachtlich dekoriert vorgestellt und der Weihnachtsmarkt, der zwischendrin nochmal besucht wurde, hat das Ambiente unterstrichen.

Das Ende hat mich total umgehauen und der Geschichte ihren Pepp verliehen! Es gab so einen richtigen Bämm-Moment die Autorin hat es tatsächlich geschafft mich zu überraschen. Wer auf kitschige Enden steht, der ist bei dieser Novelle gut aufgehoben. Leider war der Effekt nur kurzweilig und die Novelle gehört zu den Geschichten, die schnell gelesen und ganz okay gefunden werden, aber dann wieder in Vergessenheit geraten. Trotzdem war es eine schöne Erzählung, die mich unterhalten konnte und am Ende mit einem wohligen Gefühl und Lächeln auf den Lippen zurückgelassen hat.

 

Fazit

Bei der Novelle ‚Weihnachten mit den Padderborns‘ handelt es sich um eine gemütliche Weihnachtgeschichte mit ihren Höhen und Tiefen. Kleine Streits und das typische Weihnachtschaos bleiben natürlich nicht aus. Wer Lust auf ein herzerwärmende Wohlfühlgeschichte für zwischendurch hat und wer sich an Klischees nicht stört, sollte sich die Kurzgeschichte auf jeden Fall zu Gemüte führen.

 

Bewertung: 🌟🌟🌟🌟

 

Eine Rezension auf meinem YouTube-Kanal findet ihr hier.

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2 Gedanken zu “Rezension: Weihnachten mit den Padderborns von Sandra Pulletz

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