Dieses ekelhafte Gefühl nach Feedback-Gesprächen…

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Was mache ich, wenn ich aggressiv bin? Richtig. Das Gleiche, wie bei allen anderen extremen Gefühlen, die ich habe: Ich schreibe.

Gerade hatte ich eine mündliche Prüfung mit anschließendem Feedback-Gespräch. Nicht dass ich mit meiner Note unzufrieden wäre, im Gegenteil. Ich bin froh die Prüfung überlebt zu haben, denn ich HASSE alle Formen von mündlichen Prüfungen an der Uni. Am allerschlimmsten sind Referate!

Ehrlich gesagt bin ich sehr stolz auf mich überhaupt einen Ton herausgebracht zu haben. Alle Introvertierten unter euch werden das kennen: Frei Reden kann manchmal eine echte Herausforderung sein.

Und trotzdem bin ich nach Feedback-Gesprächen manchmal niedergeschlagen. Ich denke dann ganz intensiv darüber nach, was ich falsch gemacht habe und wieso. Vor allem ärgert es mich, wenn ich weiß, dass ich es eigentlich besser kann.

So zum Beispiel bei der heutigen mündlichen Prüfung. Gefragt waren eigentlich analytische Verknüpfungen der Lehrinhalte, eine Art Weiterdenken also. Die innere Jasemin hatte eigentlich beim Vorgespräch gejubelt, denn das konnte sie wenigstens! Oder doch nicht?

Die Uni hat meinem Ego einen Tritt verpasst. Aufgrund negativer Erfahrungen bei Referaten und mündlichen Prüfungen habe ich mich immer mehr in mich zurückgezogen. Bei dieser Prüfung klammerte ich mich verzweifelt an inhaltliche Details. Warum habe ich nicht weitergedacht? Warum habe ich nicht einfach meine weiterführenden Gedanken vor der Prüfung ausgeführt, damit ich gezielt antworten konnte? Ich wusste schließlich in welche Richtung die Prüfung gehen sollte, dank Vorgespräch mit dem Dozenten.

Mein Problem war Folgendes: Ich bin schon mal durch die Prüfung gefallen. Beim letzten Mal wurde ich tatsächlich nach inhaltlichen Details gefragt und ich konnte dazu nichts sagen. Gar nichts. Dieses Erlebnis hat sich so tief in mein Unterbewusstsein gebrannt, dass ich fleißig auswendig gelernt habe, was das Zeug hält. Damit ich zeigen konnte ‚Hier! Hallo! Ich habe wirklich gelernt! Beweis!‘, dabei hätte ich das gar nicht machen müssen.

Analytisches Denken kann ich eigentlich. Auf dem Gymnasium bekam ich auf meine Analysen und Interpretationen fast immer Einsen oder Zweien. Bei Diskussionen in der Klasse war ich oft ganz vorne mit dabei. Wo ist diese Jasemin hin? Ich vermisse sie. Sie war mutiger. Man konnte sie auch einfach mal so vor die Klasse stellen und dann konnte sie improvisieren. Wer ist dieses neue Mädchen mit ihren Karteikarten, das uns stumpf Inhalte vorträgt oder im allerschlimmsten Fall sogar abliest?

Nach diesem Feedback-Gespräch fühle ich mich vollkommen niedergeschmettert. Das was ich an Leistung erbracht habe hätte jede Realschülerin machen können. Dafür studiere ich doch nicht. Ich studiere doch gerade zum Weiterdenken, Inhalte verknüpfen und Informationen verdauen. Warum konnte ich nichts davon zeigen? Warum konnte ich mein Potential nicht entfalten?

Die größte Blockade in unserem Leben sind meistens wir selbst. Der Dozent hatte mir im Vorgespräch seine Fragen schon verraten. Alles was ich hätte machen müssen war mir Antworten zu diesen zu überlegen und etwas über den Tellerrand hinauszuschauen. Stattdessen habe ich ängstlich auswendig gelernt.

Ich mag Uni nicht. Mein Selbstbewusstsein ist angeschlagen. Nach und nach habe ich mir Fähigkeiten, die ich eigentlich intuitiv gehabt habe, abtrainiert. Vor Angst dem wissenschaftlichen Standard nicht gerecht zu werden, nicht zu genügen, durchzufallen und zu versagen…

Ich mag die Uni nicht. Ich möchte endlich abschließen. Eine Zeit lang habe ich die Uni geliebt, bin gerne hingegangen und habe versucht mich so gut es geht anzupassen. Jetzt will ich mich nicht mehr anpassen. Ich will endlich abschließen und raus. Ich kann nicht mehr studieren, es ist nicht meine höchste Freude und zehrt an meinen Nerven.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen im Studium, in der Schule oder der Ausbildung gemacht? Gab es Situationen, die euch wehgetan haben, weil ihr euch unglaublich dumm vorkamt, obwohl ihr wusstet, dass ihr so viel mehr könnt? Schreibt mir gerne in den Kommentaren! 🙂

Eure Jasemin ❤

Rezension: 49 Wunder von Stefan Hiene

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Titel: 49 Wunder

Autor: Stefan Hiene

Genre: Ratgeber/ Esoterik (lässt sich schwer zuordnen!)

Verlag: Verlag für Aufwachkultur 😉 / CreateSpace Independent Publishing Platform

Format: Taschenbuch

Preis: 29,90€

Seiten: 174

 

Klappentext

Es heißt, alle Bücher, die in deinem Leben auftauchen, wurden nur für dich geschrieben. 49 Wunder wurde bereits vorher für dich geschrieben.

Im Laufe deiner Kindheit wurde dein Navigationssystem geschrottet. Statt dich als Wunder anzuerkennen und dich bedingungslos zu lieben, haben dich deine Eltern erzogen. Sie haben ihre Ängste auf dich übertragen und dir das verboten, was du angstfrei machen wolltest, um ihre eigenen Ängste nicht fühlen zu müssen.

Deshalb weißt du nicht mehr, wofür du hier bist. Es fühlt sich sinnlos an. Du suchst nach deiner Berufung und den Freiheiten, die du als unerzogenes Kind noch hattest. Doch du kannst sie nicht finden. Du suchst dein Glück an Orten, an denen es nicht ist.

49 Wunder hilft dir bei der Reparatur deines Navigationssystems und zeigt dir die Freiheit, die du bist.

 

Meinungen

“Stefan Hiene ist ein Schreibgott.”
Heidi Marie Wellmann

“Stefan ist der weltbeste Erinnerer. Du kannst bei ihm nichts lesen oder fühlen, was du nicht in dir hast.”
Margarete E. Hohner

„Stefan ist für mich der krasseste, ehrlichste und radikal-konsequenteste Typ, der aktuell auf dem Coaching-Markt zu finden ist.“
Mischa Miltenberger

“Der Mann ist brandgefährlich.”
Leser der Aufwachmedizin

“Neunundvierzig Mal genau rein ins Herz, neunundvierzig Mal zu Tränen gerührt.”
Nina Premezzi

“Stefan schaut hinter die Kulissen. Er kann gar nicht anders. Kritisch und liebevoll spricht er die Widersprüche unserer Zeit an und zeigt gleichzeitig Wege auf, wie wir mehr zu uns selbst und zum Spaß unseres Lebens finden können. Kein einfaches Buch, aber vielleicht eines der wichtigsten überhaupt.”
Damaris Schulz

“Stefan Hiene ist ein Weisheitslehrer der neuen Zeit. Gnadenlos radikal und gleichzeitig liebevoll zerstört er unsere Gedankenkonstrukte und Glaubenssätze.”
Pia Fleischer

 

Stefans Methode

Ich will erst einmal versuchen in Worte zu fassen, was genau Stefan eigentlich macht. Ich würde ihn als eine Art Coach bezeichnen, der sich das Wissen nicht rein über seinen Verstand und das Aneignen fremder Erkenntnisse auszeichnet, sondern durch die Erfahrungen, die er selbst erlebt und an sich beobachtet hat. Diese Erkenntnisse aus eigenen Erlebnissen teilt er dann mit seinem Publikum. Hierbei folgt er keinem bestimmten Konzept. Er bearbeitet keine Chakren, meditiert nicht und wendet auch sonst keine der gängigen Methoden an. Genau aus diesem Grund trifft er mich mitten ins Herz. Alles, was er schreibt und sagt fühlt sich für mich authentisch, echt und nach Wahrheit an.

Das was wir anerzogen bekommen, von unseren Eltern oder der Gesellschaft, also die Systeme, in denen die meisten Menschen denken, bezeichnet er als Programmierungen. Diese sollen vielleicht vor allem bezwecken, dass wir in unserer heutigen Gesellschaft und dem Wirtschaftssystem, wie es gerade besteht, funktionieren. Stefan schaut hinter die Fassade und durchbricht nach und nach unsere und seine Programmierungen.

Ich schätze sehr an ihm, dass er sein ‚Klientel‘ nicht abhängig von sich machen will. Das kommuniziert er klar und ich glaube ihm. Das würde bedeuten, dass wenn ein Mensch nach einer Coaching-Sitzung bei ihm nie wieder eine braucht, ihn das glücklich machen würde. Aus Business-Sicht ist das eigentlich nicht so gut, weil er dann kein Geld mehr an der Person verdient. Aber wer Stefan kennt, weiß dass es ihm nicht ums Geld geht. Geld ist ein Papier mit einem Aufdruck für ihn, nicht mehr und nicht weniger. Er will einfach radikal seine Wahrheit leben, seine Feststellungen verbreiten und uns den Schleier von den Augen nehmen. Meiner Meinung nach hilft er mehr als andere, die vielleicht viel Wissen aus Büchern im Kopf haben, aber dieses weder leben noch verkörpern. Die Konzeptlosigkeit bei Stefan Hiene wirkt nahezu magnetisch auf mich.

Eine Sache, die immer wieder auftaucht und ich hervorheben möchte, ist sein Leitsatz
Folge deiner Freude. Dieser Satz hat mir so viel Druck und Erwartungen genommen. Woher soll ich bitte wissen, was DIE EINE BERUFUNG für mich ist oder wie ich in der Gesellschaft einen sinnvollen Beitrag leisten kann? Wie kann ich aus meinem Hobby einen Beruf machen? Diese Fragen treiben mich seit längerer Zeit herum. Stefans Antwort ist so simpel und banal, dass ich mir am liebsten vor den Kopf stoßen würde: Folge deiner Freude, spiele wieder wie ein Kind, mache was dir gerade jetzt in diesem Moment Spaß macht und schau, dass du das nach und nach immer mehr in dein Leben integrierst. Alles andere wird sich mit der Zeit fügen und was uns nicht gefällt wird auf diese Weise immer mehr wegfallen. Ich glaube fest daran, dass wenn wir auf diesem Energielevel leben, wir automatisch zu unserem Beitrag für die Gesellschaft und unserer Berufung finden werden, ohne irgendeinen Zwang auf uns auszuüben.

Das Thema Gefühle ist ebenfalls ein wichtig und wird desöfteren angesprochen. Stefan sagt Gefühle dürfen einfach da sein und wollen gefühlt werden. Wieder handelt es sich um eine einfache und logische Antwort. Auch negative Gefühle gehören zum Leben dazu und statt diese immer wegdrücken zu wollen, sollten wir sie vielleicht erst einmal dalassen und schauen woher sie kommen, sie fühlen und ausleben. Extreme Gefühle treten aus einem Grund in unser Leben und zeigen uns wovon wir mehr machen sollen und wovon wir uns besser abwenden. Sie sind unser Kompass und Wegweiser. Erfahrungsgemäß lösen sich negative Stimmungen von alleine wieder auf, wenn man ihnen Raum gegeben hat und in das Gefühl gegangen ist, statt es zu unterdrücken.

Ein weiteres Thema, das mir am Herzen liegt, sind Babys und Kleinkinder. Babys und Kinder sind Menschen in ihrer reinsten und gedachtesten Form. ❤ Auch Erwachsene können wieder zu ihrem menschlichen Ursprungsverhalten zurückkehren! Sie kennen es, es ist nur in Vergessenheit geraten und wurde ihnen systematisch abtrainiert, damit sie im System funktionieren. Je unberührter wir also von der bestehenden Gesellschaft und ihren Normen sind, desto näher sind wir an der menschlichen Wahrheit dran. Erwachsene bilden sich oft ein alles besser zu wissen und Kinder belehren zu können, dabei können Kinder uns so viel mehr beibringen als wir ihnen. Wir müssen es nur zulassen, sie ganz genau beobachten und es ihnen gleichtun. Dann fangen wir vielleicht wieder an frei zu spielen und im Moment zu sein. 🙂

Das Leben ist ein Ponyhof. Lerne einfach endlich reiten. – Stefan Hiene

 

Meine Meinung

Das Buch 49 Wunder beschreibt in wenigen Worten Wunder des Lebens. Es fängt direkt damit an uns zu erklären, dass wir selbst das Wunder sind. Wie alles andere, was Stefan Hiene macht, deprogrammiert uns dieses Buch und öffnet uns die Augen.

Auf der linken Buchseite befindet sich meist eine bunte Malerei und auf der rechten Seite einige Sätze zum jeweiligen Wunderthema. Das Wichtige ist nicht, dass das Buch viel zu lesen bietet. Viel Text gibt es nämlich nicht, aber zum Verstehen gibt es eine Menge. Das Buch möchte genossen und in Ruhe gelesen werden. Auf die Weise können wir die Schwingung hinter den Worten erkennen und wahrnehmen. Für mich ist es ein Buch, das ich immer wieder lesen könnte, um mehr und mehr zu erkennen, was wirklich gemeint ist. Langsam und verinnerlichend sollte der Leser sich dieses Werk zu Gemüte führen und über Stefans Worte nachdenken, um die Schwingung hinter den Worten wahrnehmen zu können.

Das Ende des Buches kam für mich viel zu plötzlich und mich hat eine gewisse Melancholie erfasst, weil ich nicht wollte, dass das Buch endet. Ich werde es sicher noch viele Male lesen und ich plane es demnächst meiner 14-jährigen Schwester vorzulesen, um ihre Reaktion darauf zu sehen.

 

Fazit/ Empfehlung

Wenn ihr noch nie etwas von Stefan Hiene gehört oder gelesen habt, schaut doch mal auf seiner Website vorbei und abonniert die Aufwachmedizin (das ist sein E-Mail-Programm). Schreckt nicht gleich vor radikalen Äußerungen zurück, sondern lasst es erst mal auf euch wirken. Wenigstens für ein paar E-Mails. Wenn ihr den ersten ‚Schock‘ verdaut habt, falls es einer für euch war, bestellt euch sein Buch, um seine Erkenntnisse weiter zu vertiefen. Für mich waren seine Worte nie ein Schock, eher im Gegenteil. Ich dachte: ‚Wow, endlich jemand, der sich traut einfach so die Wahrheit zu sagen. Ohne wenn und aber.‘ In letzter Zeit schaue ich mir gerne Internetkongresse an und immer gefallen mir Stefans Interviews mit am besten. Lasst seine Äußerungen auf euch wirken und fragt euch, woran ihr euch vielleicht stört und warum. Was euch gefällt und was nicht. Und stellt euch die Frage, ob er nicht vielleicht die Wahrheit spricht und die Wahrheit so wehtut, weil ihr sie solange von euch gewiesen habt…

Bewertung: 🌟🌟🌟🌟🌟

 

Wenn ihr meine Rezension in Videoform sehen wollt, schaut gerne auf meinem YouTube-Kanal vorbei. 🙂

 

Vielen Dank für’s Lesen!

Eure Jasemin ❤