Rezension: Mama, bleib mal im Slip von Anke Müller

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Titel: Mama, bleib mal im Slip – Wenn das Kind Pubertät bekommt und 51 andere   Familienkatastrophen

Autorin: Anke Müller

Genre: Alltagsgeschichten

Verlag: Bastei Lübbe

Format: Taschenbuch

Preis: 10,00€ [D]

Seiten: 256

 

Klappentext

HABEN SIE KINDER, DIE MIT IHREN NERVEN TAUZIEHEN SPIELEN?

Sind Sie Dompteur in einem Flohzirkus, und keiner hört auf Sie? Wachsen Ihnen Schmutzwäscheberge und unerledigte Aufgaben über den Kopf? Keine Sorge, Sie sind nicht allein: Auch Anke Müller lebt im Familienchaos. Besonders ihr dreizehnjähriger Sohn, der Pubertikel, bringt sie an den Rand des Wahnsinns. Meldet sie ihn morgens krank, freuen sich die Lehrer. Das kleine Schwesterchen, wegen seines Geflatters Geflügel genannt, hat es ebenfalls in sich. Etwa wenn es Mama fragt: „Findest du graue Haare eigentlich schön? Oder warum hast du so viele?“

Wie Anke Müller es schafft, bei den täglichen Familiendramen die Nerven zu behalten, und warum kleine Monster am besten mit Humor zu bändigen sind, das erzählt sie in diesem wunderbar komischen Buch.

Erst einmal vielen Dank an den Bastei Lübbe Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar vorgeschlagen und zugeschickt hat. Ich freue mich immer Bücher zu entdecken, auf die ich nicht von selbst gestoßen bin.

Das Cover und den Titel fand ich direkt süß und lustig. Leider wurde in mir der Eindruck erweckt, als würde das Thema Pubertät mehr im Fokus stehen und daraufhin habe ich das Buch auch angefragt. Das ist jedoch nicht der Fall, denn eigentlich ist die ganze Familiendynamik Zentrum der Geschichte.

Das Format ist ein normales, handliches Taschenbuch, das ich gut mit mir herumtragen konnte, ohne dass es zu schwer zum Mitnehmen war.

Ich bin in das Buch schnell reingekommen und es hatte einen angenehmen Lesefluss. Der Schreibstil war auch okay, halt im Bloggerstil, da die Autorin Bloggerin ist. Das fand ich aber nicht schlimm, denn es hat mir gut gefallen, war angenehm und leicht zu lesen. Die Kapitel sind recht kurz, was ich auch gut fand, weil ich so schnell vorankam. Vor allem die Wortwahl und die Sichtweisen der Autorin waren richtig witzig. Zum Beispiel, dass sie ihren Sohn Pubertikel und ihre Tochter Geflügel nennt! 😀 Außerdem ist mir aufgefallen, dass sie ihr Familienleben durch eine ganz besondere Brille betrachtet. Leider habe ich mich zum Lesen zwingen müssen, weil ich ja gehofft habe es würde mehr um das Thema Pubertät gehen. Und ich habe etwas Druck gemacht, da es ein Rezensionsexemplar war. Das hat mir etwas die Freude am Lesen genommen, denn ich hatte zu der Zeit nicht wirklich Lust auf das Buch.

Anke Müller, die Mama und Autorin des Buches, schreibt das Buch aus ihrer ganz besonderen Sichtweise. Durch ihre Schreibfertigkeit, ihren Witz und Humor wird der scheinbar banale Familienalltag zum Abenteuer umfunktioniert. Sie hat sympathisch auf mich gewirkt, vor allem auch deshalb, weil sie sich Fehler eingestehen kann und diesen sogar mit einer Portion Humor begegnet. Ich mag Menschen, die sich nicht zu ernst nehmen einfach.

Der Vater der Familie kam für meinen Geschmack fast schon zu selten vor. Aber ich denke das ist normal bei einem Vollzeitjob. Ich würde ihn als einen typischen Papi beschreiben.

Pubertikel ist der ziemlich klischeehafte Teenager im Haushalt und immer für eine schräge Situation gut. 😀 Er hat eigentlich keine Lust auf nichts und macht nur was er möchte. Genau das gefällt mir aber an Teenagern besonders gut und ich finde das klasse, weil es immer so authentisch ist! Ich liebe Teenies. ❤

Das Kindergartenkind Geflügel fand ich am witzigsten und interessantesten dargestellt. Was sie manchmal so von sich gibt und wie die Mutter das interpretiert ist einfach urkomisch. Sie ist quicklebendig, aufgeschlossen, emotional, hat schnell Tränen in den Augen und ich hatte das Bedürfnis sie zu packen, zu knuddeln und in die Wangen zu zwicken (wie ich es bei fast jedem Kindergartenkind habe!)

Die Idee seinen Familienalltag in eine spannende Geschichte zu verwandeln finde ich super und wurde gut umgesetzt. Nur war das nicht so richtig mein Genre, beziehungsweise das worauf ich in dem Moment, als ich das Buch gelesen habe, Lust hatte.

Die Kulisse fand ich besonders schön. Das Haus, in dem die Familie wohnt, wirkte sehr heimisch und gemütlich auf mich.

Das Ende hat mich leicht enttäuscht. Für mich war das kein runder Abschluss und viel zu abrupt. Ich hätte mir noch eine Art Fazit von der Autorin gewünscht, das die ganze Geschichte abrundet und unterstreicht.

 

Fazit

Das Buch ‚Mama, bleib mal im Slip‘ ist ein unterhaltsames Buch über den Familienalltag von Anke Müller, das im Bloggerstil verfasst wurde. An sich handelt es sich dabei um kein schlechtes Buch, denn es ist witzig und unterhaltsam, aber das war’s dann auch schon wieder. Dass ich keine richtige Lust auf das Buch hatte und mich zum Lesen zwingen musste, hat sich natürlich negativ auf meine Bewertung ausgewirkt. Ansonsten kann ich es jedem empfehlen, der etwas seichtes, humorvolles für zwischendurch sucht, was er locker leicht weglesen kann und für alle Mamas, die sich mit ihren alltäglichen Problemen nicht alleine fühlen wollen!

 

Bewertung: 3 Sterne

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